Kommentare

26.01.21, 10:14
Hey klein-aber-jojo, danke für deinen spannenden Artikel und die Analyse. :) Lediglich in einem Punkt muss ich dir widersprechen - die Studiengebühren an Universitäten unterscheiden sich nicht so weit von einander, wie bei dir beschrieben. Bis vor dem Brexit hat kein BA/Undergrad Studienjahr an einer britischen Universtität mehr als 9250 Pfund gekostet - egal ob Bristol oder Cambridge/Oxford, dabei wurden britische und EU-Studierende auch gleich behandelt. Natürlich waren das immer noch hohe Gebühren, aber es gibt nicht eine so starke Differenz und damit soziale Selektion und Benachteiligung wie in den USA. Auch nach dem Brexit werden die Gebühren sich nicht an der "Qualität" oder dem Ranking der Unis orientieren, sondern lediglich (leider) zwischen britischen und ausländischen Studierenden differenzieren. Vielleicht wäre das auch noch mal eine Analyse wert. :) Liebe Grüße!
Studierende in UK
26.01.21, 13:59
Hey „Studierende in UK“, Vielen Dank, dass du mich auf diese Ungenauigkeit in meinem Artikel aufmerksam gemacht hast! Es steht natürlich in leinster Weise in meiner Absicht, Falschinformationen jeglicher Art zu verbreiten! Ich habe mich gleich nochmal in die Recherche gestürzt und festgestellt, dass die Unterschiede in den Studiengebühren für verschiedene Studiengänge ganz vielschichtige Ursachen haben können (z.B. Fächerabhängig, als auch davon ob es ein Bachelor oder Master Studiengang ist). Außerdem gibt es natürlich die von dir angedeuteten länderabhängigen Obergrenzen, was ich persönlich sehr sinnvoll finde. Studierst du gerade in der UK? Es wäre total spannend mehr über deine Sichtweisen und Erfahrungen zu hören! Liebe Grüße aus Nordirland!
Klein_aber_jojo
Klein_aber_jojo
28.01.21, 11:42
Genau, es gibt gravierende Unterschiede zwischen Gebühren für BA und MA. Ich habe in Cambridge studiert, und während meiner Zeit dort war gerade die Erhöhung von 9000 auf 9250 Pfund pro Jahr im Gespräch und wurde auch durchgesetzt. Viele Argumente in der Debatte waren, dass die top Universitäten bessere Qualität liefern und daher zu Recht mehr Geld verlangen sollten als weniger gute Universitäten. Gegenargumente sind natürlich, dass Geld und (oft) Schulden nicht Faktoren sein sollen, die junge Menschen bei der Uni- und Fachwahl berücksichtigen sollten, da dies genau das Klassensystem verschärft, was die britische Gesellschaft leider immer noch ausmacht. Und mit einem Privatschulhintergrund hat man leider immer noch bessere Chancen, in eine der top Unis überhaupt reinzukommen... Das System in England, wie du ja auch richtig analysierst, ist schon sehr unfair und unglaublich monetarisiert. Nicht nur die SATs stellen sehr früh die Weichen, sondern auch das Budget der Eltern. Die Debatte ist auf jeden Fall sehr spannend!
Studierende in UK