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06.11.19, 10:31
Deutschland ist traditionslos in historischer wie religiöser Richtung. Deshalb werden Kirchen zu Diskos und über allem erschallt der Ruf des Muezzin. Die "kollektive Identität" Ungarn ist bestens beschrieben. Um das zu verstehen, muss man die historische Unterdrückung noch differenzierter sehen. Die Türken, wie erwähnt, wüteten Jahrhunderte, Danach kamen die Habsburger mit der Ausbeutungspolitik für ihre Hauptstadt Wien, und der Hinrichtung, nach gescheiterter Revolution, eines Dutzend der besten ungarischen Heroen. Gefolgt vom Trianon, der Ära Hitlers, der Besatzung durch Stalin und dem zweiten gescheiterten Aufstand von 1956. Und danach kam 1989. Endlich frei!!! Nein, es kam die EU. Keine Repressalien mehr, aber Vorschriften. Dann kündigte Merkel vollmundig an, Deutschland könne 1 Million Flüchtlinge verkraften. Der Weg in das Gelobte Land führte unweigerlich über den Balkan, durch Ungarn bis Budapest Keleti. Katastrophale Zustände. Orban schließt notgedrungen die südliche Grenze. Empörung in allen europäischen Hauptstädten, aber nachträgliche Anerkennung für den geleisteten Rettungsschirm. Flüchtlinge sollten die Länder aufnehmen, die einst die Kolonialpolitik betrieben. Schaut man sich Lissabon, Madrid, London, Paris und Berlin an, die anderen Städte sind nicht vergessen, so erkennt man deutlich, dass der materialisierte Reichtum nicht nur aus eigener Arbeitskraft entstanden sein kann. Zur Zeit des großen Bebens in Lissabon, arbeiteten mehr schwarze Sklaven dort als Einheimische. England, mit seinen weltumspannenden Kolonienimperium müsste heute die meisten Flüchtlinge aufnehmen, will aber nur die Rosinen herauspicken. Danach wäre Frankreich, Spanien, Deutschland, Holland, Italien, Belgien an der Reihe, denkt man nur an Belgisch Kongo, Sumatra, Algerien und Südafrika. Aber Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei, hatten diese Länder Kolonien? Nein, sie waren einst selbst in den Händen anderer Despoten. Diesen Ländern gehört Dispens ausgesprochen. Hoffentlich versteht es bald das restliche Europa. Weiterhin gutes Gelingen in Ihrem Vorhaben. Friedhelm Kürpick
Friedhelm Kürpick

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