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Tagebücher

Und schon wieder zwei Monate vorbei

09. Mai 2008

Ich bin echt jedes Mal von neuem erstaunt, wie schnell die Zeit hier verfliegt. Jetzt sind es tatsächlich schon wieder zwei Monate her, seit meinem letzten Eintrag. Ich schätze da gibt es jetzt erst mal Einiges zu erzählen. ;)

Das ist eines meiner Lieblingskinder, wenn man das so nennen kann. Und sie war nicht der einzige Marienkäfer an diesem Tag. :) Das ist eines meiner Lieblingskinder, wenn man das so nennen kann. Und sie war nicht der einzige Marienkäfer an diesem Tag. :) Ein paar Kinder bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen, dem Spielen... Ein paar Kinder bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen, dem Spielen... Also zunächst würde ich an dieser Stelle gerne noch ein, zwei Bilder vom Fasching in meinem Kindergarten reinstellen. Ich weiß, das ist jetzt wirklich schon seeehr lange her, aber betrachtet es einfach als kleinen Nachtrag.

Ich mit meiner Gruppe beim Fasching Ich mit meiner Gruppe beim Fasching

Der März ging sehr gut los mit meinem zweiten Seminar, das diesmal in Ópusztászer stattfand. Wir hatten eine sehr schöne Zeit dort und insgesamt kann man sagen, denke ich, dass dieses Seminar sehr viel entspannter und angenehmer war als das erste. Besonders der Ausflug nach Szeged war toll, da es eine sehr schöne, angenehme Stadt ist, in die ich immer wieder gerne fahren werde. :) Wir waren nur 16 Leute, von denen ich mehr als die Hälfte (leider) schon kannte und hatten drei sehr nette und hilfsbereite Teamer (oder wie auch immer ihr das nenne wollt). Das Einzige, was ich wirklich schade fand war, dass uns wieder einmal die wichtigsten Fragen zum Thema Mentor nicht beantwortet wurden. Aber jetzt macht es eigentlich auch nichts mehr, dass ich gar keinen Mentor habe, obwohl das ja theoretisch so sein sollte...

Gegen Ende März war dann Ostern. Das ist dieses Jahr irgendwie ein bisschen an mir vorbei gegangen. Ungefähr eine Woche vorher ist mir dann doch mal bewusst geworden, dass es bald soweit ist. Aber Ostern wie ich es von zu Hause kenne, mit Eiertrudeln und Osterkörbchen suchen und so, gab es dieses Jahr nicht. Stattdessen war ich mit Verena in Budapest, wo wir unter anderem eine andere Freiwillige, die wir auf dem Seminar kennengelernt hatten, besucht haben. Das Allerbeste an diesem Wochenende war aber eindeutig die Free-Hugging Aktion von ein paar Couchsurfern, bei der wir mitgemacht haben. Mit einem kurz vorher noch schnell zusammengebastelten Schild "Free Hugs" beziehungsweise "kostenlose Umarmung" haben wir uns in die Metro Station und in die Fußgängerzone von Budapest gestellt. Und es war einfach toll zu sehen, wie einige sich darüber gefreut haben! Ansonsten war an Reaktionen natürlich von beschämtem Wegschauen, über arrogantes Belächeln bis zu totalem Unverständnis auch alles dabei... Auf jeden Fall hat es mir unheimlich Spaß gemacht!

Dieses Bild ist bei der Free Hugs Aktion in Budapest entstanden Dieses Bild ist bei der Free Hugs Aktion in Budapest entstanden

Anfang April waren dann meine Eltern hier und haben mich in Pécs besucht. Ich hab ihnen ungefähr eine Woche lang Pécs und Umgebung gezeigt und dann sind wir noch für ein paar Tage nach Budapest gefahren. Mit ihnen zusammen habe ich in Pécs und Budapest noch so einige Ecken entdeckt, die ich vorher noch nicht kannte. Es hat mir echt unglaublich gut getan, dass sie (und damit ja auch ein ziemlich großes Stück Heimat) hier waren! Da fiel es mir hinterher schon ziemlich schwer, sie wieder verabschieden zu müssen. Aber das wichtigste ist eigentlich, dass wir eine schöne Zeit hatten. (Naja, zumindest hoffe ich, dass es euch auch gefallen hat!?)

Danach ging es turbulent weiter. Nur ein paar Tage nachdem meine Eltern abgereist waren, bekamen wir Besuch von Elli und Nora, zwei inzwischen Ex-Freiwilligen. Mit ihnen und noch sehr vielen anderen Freunden beziehungsweise Bekannten haben wir an diesem Wochenende dann Verenas und Elise's Geburtstag gefeiert. Da unsere Mitbewohner nicht da waren, konnten wir die Party bei uns in der Wohnung machen. Und ich glaube, ich kann mit Sicherheit sagen, dass noch nie so viele Leute zur gleichen Zeit in unsrer kleinen Wohnung waren. Auf jeden Fall war es sehr lustig und auch eine super Gelegenheit wieder neue Leute kennenzulernen. :)

Mitte April war dann in Pécs musikmäßig endlich mal wieder was los und das gleich vier Tage lang. Hier war nämlich ein kleines Festival, auf dem an vier Abenden ganz viele verschiedene ungarische und teilweise ausländische Bands gespielt haben. Das war sehr toll. Ich habe quasi vier Tage hintereinander "durchgetanzt" und es sehr genossen. Außerdem haben wir dort auch noch ein paar sehr nette Ungarn kennen gelernt, die uns sofort mit in den Freundeskreis integriert haben. Ach ja und überhaupt waren die alle soooo herzlich, das war einfach nur toll!

Und zum Schluss noch ein Bild von Sophie und mir in Bratislava. Und zum Schluss noch ein Bild von Sophie und mir in Bratislava.

Die Ernüchterung kam für mich dann allerdings direkt im Anschluss an das Festival. Ich bin krank geworden, hatte Fieber, Husten, Durchfall, naja und ganz generell hab ich mich einfach scheiße gefühlt. Vom Arzt ab ich ein Antibiotikum verschrieben bekommen, mit dem dann wenigstens irgendwann das Fieber runterging. Aber nichtsdestotrotz lag ich noch ne ganze Woche (bei Sonnenschein!) im Bett und konnte nichts machen. Das empfehle ich echt keinem im Ausland, wo man sich ganz alleine um alles kümmern muss, krank zu werden. Ist definitiv kein Spaß.

Aber seit inzwischen etwa zwei Wochen ist ja zum Glück auch alles wieder in Ordnung. Letztes Wochenende, das wegen dem ersten Mai ja doppelt so lang war, bekam ich dann das Gefühl hier ganz dringend mal raus zu müssen. Ich wollte gern mal wieder wegfahren, etwas neues entdecken und wieder neuen Input bekommen. Also hab ich mich zusammen mit Sophie, auch eine deutsche Freiwillige, auf den Weg nach Bratislava gemacht. Ich weiß eigentlich nicht mal genau, warum ausgerechnet Bratislava, geschweige denn, dass ich irgendetwas erwartet hätte. Es war zwar sicher nicht die beste Sache, einfach so und ohne irgendetwas über die Stadt oder das Land zu wissen, dorthin zu fahren, das weiß ich jetzt. Wir haben nicht mal mehr ein Hostel zum Schlafen gefunden und mussten deshalb auf ein teures Hotel zurückgreifen. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall! Bratislava ist nicht ganz so schön wie Budapest, hat aber auf jeden Fall eine sehr schöne, niedliche Innenstadt, in der wir uns so manches mal verlaufen haben, weil die Straßenführung teilweise sehr verwirrend war. ;) Sehr toll fand ich auch die angenehm entspannte Atmosphäre dort. (Wobei das eigentlich auch an unsrer allgemeinen Urlaubsstimmung gelegen haben könnte.) Außerdem haben wir sehr viele nette und super hilfsbereite Leute getroffen. Ja.. und jetzt könnt ich noch weiter erzählen und weiter erzählen. Aber das würde wohl doch zu langweilig für euch werden. Das Ende der Geschichte ist also, dass ich die paar Tage in Bratislava sehr genossen hab, ich sehr froh bin dorthin gefahren zu sein und dass ich bevor ich wieder nach hause fahr unbedingt noch mal hinfahren möchte.

Ach ja, bis mein Projekt hier zu Ende ist, bleibt inzwischen auch nicht mehr allzu viel Zeit. Nur noch gut zwei Monate. Ich weiß ich wiederhole mich, aber die Zeit rast. Und ich möchte immer noch so viel sehen. Wenn ich es mir recht überlege, hab ich echt noch nicht viel geschafft anzuschauen. Und jetzt stelle ich fest, dass ich doch noch soo gerne nach Kroatien, an den Balaton, die Nähe von Debrecen usw. möchte. Aber noch bin ich einfach optimistisch und denke mir, dass ich das bestimmt noch schaffe. Das wird schon irgendwie.

Dieses Wochenende ist jetzt gleich wieder ein langes Wochenende. Eigentlich perfekt, um gleich wieder die nächste kleine Reise irgendwohin zu unternehmen. Aber das sind mir dann glaub ich doch zu viele neue Eindrücke auf einmal. Vielleicht werd ich mir einfach die nähere Umgebung von Pécs, zum Beispiel Kaposvár oder Dombovár vornehmen und mir das anschauen. Mal schauen, was die Zeit so bringt.

Jetzt wünsch ich auf jeden Fall erst mal allen, die den Eintrag lesen einen schönen Tag!

Sziasztok

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