Türkische Gastfreundschaft
Zehn Uhr wurden wir von einer litauischen Studentin und einer Mitarbeiterin des Gymnasiums zur Stadtführung abgeholt. Zunächst fuhren wir aber zu der Wohnung der drei türkischen Freiwilligen, die drei Monate an der Schule als Assistentinnen für Lehrer in Mathe, Englisch und Chemie arbeiten würden. Wir bekamen jeder einen schwarzen Tee angeboten, dazu gab es eine karamellartige Süßigkeit mit Pistazien und Kokossplittern bestreut. Ich hatte gedacht, wir würden die drei Türkinnen nur abholen, doch wir verbrachten dann eine dreiviertel Stunde in deren Wohnzimmer mit Reden und Teetrinken, bevor wir endlich gemeinsam mit der Studentin zur Stadtführung aufbrechen konnten.
Sie führte uns durch ein großes, modernes Einkaufszentrum (jeder zweite Laden ist dort ein Schuhgeschäft, für mich also ein Paradies) vorbei an einer Süßigkeitenfabrik zur Kirche von Šiauliai, am Rathaus vorbei zu einem Park mit einem schönen See. Ich war ganz erstaunt darüber, dass die Stadt sogar einen See hat. Da würde man schön spazieren gehen können und die Natur genießen. Dann kamen wir noch an einer Säule vorbei, auf der ein goldener Junge stand. Diese Säule wurde anlässlich des 750. Geburtstages der Stadt Šiauliai vor einigen Jahren erbaut. Auf der Tour durch die Stadt kamen wir an auffällig vielen Apotheken, Banken und Universitätsgebäuden vorbei. Es gab aber auch schöne Cafés, kleine Bars und einige Diskos. Praktisch war, dass man alles erlaufen konnte.
Nach ungefähr zweieinhalb Stunden kamen wir daher dann wieder an unserem Gymnasium an, wo Rasa schon mit neuen Informationen auf uns wartete.
Auch diesen Nachmittag verbrachten wir damit, unsere Familien per Internet von den Erlebnissen zu berichten. Am Abend dann stellte sich uns ein Nachbarsmädchen vor, die uns anbot, mit uns einkaufen zu gehen oder uns auf Partys mitzunehmen. Hilfsbereitschaft wird in Litauen echt sehr groß geschrieben!








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