Schneefrau und hoher Besuch aus Kattowice
Freitag erkundete ich mit Helge die Innenstadt von Sosnowiec. Wobei wir auf ganz viele kleine Hallen stießen, in denen alles – von Spitzenunterwäsche über Milkaschokokugeln bis hin zu ganzen Schweinebeinen – angeboten wurde. Helge begeisterte sich besonders für die toten billigen Tierkörper. Diese Leidenschaft teilte ich nicht.
Danach fuhren wir ins Silesia Center und ich bekam endlich das richtige Kabel für mein Internetzugang. Abends kochten wir dann zusammen (das erste Mal, dass mein Herd wirklich in Gang kam) und tranken das Weinchen, das Ivonna mir ans Krankenbett und vorher aus Cypern mitgebracht hatte. Leider fand sich in meiner sonst gut bestückten Wohnung kein Weinöffner, so lachten wir uns kurzfristig meinen Nachbar an, der uns dann half, die Flasche zu leeren. Dabei vertieften sich die Jungs in tief greifende Diskussionen über die Emanzipation und die Bedeutung und Herkunft des “Türenöffnens”.
Helge vorm vollendeten Meisterwerk
Schneemann bauen
Jaja, Feinheiten müssen sein. Am Samstagmorgen hatten Helge und ich uns zum Schneemannbauen verabredet und so entstand diese wunderschöne Schneefrau. Es war klasse, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen richtigen Schneemann bauen konnte.
Mittags kam hoher Besuch aus Kattowice: Meine Erasmusmädels trudelten ein, und zusammen mit Helge machten wir fünf uns auf in ein kleines Restaurant, direkt um die Ecke. Dort verbrachten wir geschlagene zweieinhalb Stunden, da man die Pizzen in der Reihefolge serviert bekam, wie man sie bestellt hatte. So lagen zwischen der Ankunft der ersten Pizza und der letzten, die tragischerweise Helge zufiel, ungefähr zwei Stunden. So wirklich witzig war das nicht, aber ans Warten gewöhnt man sich ja allmählich in Polen. Danach verwarfen wir den ursprünglichen Plan, Eislaufen zu gehen, und quetschten uns lieber gemütlich in meine kleine Wohnung zum Teetrinken.
Und so war's dann vollendet, mit einer alten Lampe als Hütchen









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