Sauerstoffarmut - Klappwich - KFC und seine Umgebung.
12. und 13.10.07
Unsere Ganze Truppe (außer Dalibor, Kameraman) von, links nach rechts: Deinis(Latvia),Aurora (spain),Daniel(italy),Ante (finnland), FLorian( Germany) vordere reihe: Christina (slovakia),Asia(germany), Cindy(france) moi et Laurie(France) Unsere Reise begann um 15.00 Uhr, auf einem überfüllten Bahnhof in Kattowice. Der Zug war so voll, dass wir die gesamten drei Stunden, eingequetscht zwischen Rucksäcken im Flur, vor den Toiletten verbringen mussten. Angekommen in Wroclaw holten uns Danielle mit zwei polnischen Bekanntschaften ab. Ich weiß nicht wie er das immer macht, er spricht kaum ein Wort English und doch lernt er andauernd Leute kennen. Sie führten uns zu einer super Jugendherberge, mit freiem Frühstück, Internet, bottolmess tea and coffee, Waschservice, Satellitenfernsehen und total jungem hilfsbereiten Personal. Am Abend zogen wir durch Wroclaws Nachtleben, entdeckten viele gemütliche Kneipen, sangen “Yesterday” in einer Karaokeshow und testeten ausgiebig polnisches Bier. Zurück in der JHB hatten wir riesen Hunger und linderten mit der Nachtwache die Keksvorräte.
In der Nacht hatte ich ein lustiges Erlebnis. Wir schliefen in Achtbettzimmern und mitten in der Nacht wachte ich von einem lauten Rumps geweckt auf, als meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte ich Danielle, eingequetscht in einem Klappbett vor meinem Bett. Er hatte es nicht mehr richtig befestigen können und bei seinem vorgeschrittenem Alkohohlpegel weder vor noch zurück und war wie ein Sandwich gefangen. Ich befreite ihn selbstverständlich.
Den Samstagmorgen spazierten wir bei traumhaft schönen Wetter durch Wroclaws Altstadt. Ich fand es sogar fast noch Schöner als Krakau, da die Stadt noch ne ganz andere, verträumtere Atmosphäre hat. Merkwürdig war, dass überall alles auf Deutsch geschrieben stand und der deutsche Einfluss grade in Cafes sehr zu spüren war.
Tanzendes Besteck in der Innenstadt Wroclaw.
Daniel schläft nur auf dem Boden, nachdem sein Klappwich ihn fast erdrückte. Am Nachmittag suchten Asia und ich circa zwei Stunden unsere Jugendherberge, da wir beide nur noch wussten, dass es in der Nähe von KFC war. Wir fragten, bekamen falsche Anweisungen und riefen irgendwann ganz verzweifelt Cindy und Laurie an, die uns bei KFC abholten. Ich hätte schreien können, als sie uns zur Herberge führten, die wirklich drei Meter neben KFC war und wir blinden Hühner waren einfach die ganze Zeit dran vorbei gelaufen. Die Geschichte wurde der Running-Gag des Abends und ich war froh, als ein ehemaliger kanadischer Diplomat die Aufmerksamkeit der Gruppe beim Abendessen auf sich zog. Er war auch Gast und hatte schon in acht verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet und daher viel zu erzählen. Ich war trotzdem irgendwie an diesem Abend prädestiniert als Lachnummer, so wollte ich ihn fragen, ob es stimmt, dass es in Kanada so unglaublich viele Wilde Bären gibt. Leider sprach ich das Wort “Bear” wohl etwas undeutlich aus, sodass er “Beer” verstand und antwortete, “ Yes we have lots of them in Canada, different Kinds and we are really a beerloving culture”. Ich wiederum hatte nur Bären im Kopf, wunderte mich etwas und fragte ob die nicht auch sehr gefährlich sind. Er guckte mich ziemlich entgeistert an und meinte “ Well like any other drug it depends on tue Quantity.“
Ausblick Worclaw. Ihr könnt euch vorstellen, wie wir lachten und ab jetzt, wird mir nie mehr ein Beer, sondern immer nur ein Bear angeboten wenn wir abends weggehen.
Spät abends nahmen dann wir vier Mädels, Cindy, Laurie, Asia und ich den Nachtzug, hatten ein ganzes Abteil für uns und hatten einen heiden Spaß. Ich hatte irgendwann einen Knoten im Kopf, weil ich die ganze Zeit von Deutsch, nach Englisch nach Französisch übersetzten musste und wir kamen alle todmüde gegen Mitternacht in Kattowice an. Mit dem Taxi fuhren wir nach Ligotta ins Studentenwohnheim, wo ich einen Einblick ins Leben dort gewann, dass ich ja vielleicht auch bald führen werde.









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