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Tagebücher

Israelaustausch – abgefrorene Zehen – krank in der Ferne, das hab ich nicht gerne!

22. November 2007

Sonntag

Israel Austausch beim feierlichen Abendessen. Israel Austausch beim feierlichen Abendessen. Früh fuhr ich zur Schule, denn dort sollte ich die Schulklasse treffen, die ich zu einem Treffen mit der jüdischen Delegation aus Israel begleiten sollte. Leider war ich eine Stunde zu früh, da mein Wecker noch immer nicht umgestellt war. Doch Mr. Charming war auch zu früh und so froren wir zusammen. Dann ging’s ab in den Bus und über schneeverkleidete Highways nach Krakau. Da “Tag der Unabhängigkeit “ war, hatten alle Geschäfte geschlossen und wir verbrachten den Nachmittag damit mit den 60 Israelischen Schülern durch die verschneite Stadt zu laufen und einen Pub zu finden. Was sich anhand der Größe der Gruppen als äußerst kompliziert darstellte und als wir endlich irgendwo einkehrten, spürte ich weder meine Finger und Füße noch.

Israelaustausch Israelaustausch Doch endlich im Warmen, kam sofort lustige Stimmung auf. Wir unterhielten uns und ich erfuhr ein Wenig über Israel. Wusstet ihr, dass jedes Mädchen und jeder Junge nach dem Schulabschluss verpflichtet ist, drei Jahre der Armee zu dienen? Eine absolute Horrorvorstellung für mich, doch die Schüler fanden es durchweg eine gute Sache. Sie meinten es mache zu besseren Menschen. Allein die Vorstellung ihre tollen Dreadlocks und zahlreichen Piercings zu entfernen schreckte sie ein wenig ab. Außerdem war ich ziemlich erstaunt, dass obwohl sich alle als Juden bezeichneten, sie sofort klarstellten, dass sie keine religiösen Juden sind. Sie zogen eine klare Grenze zwischen religiös und nichtreligiösen Juden. Sehr erstaunlich für mich, denn ich dachte sich Jude zu nennen, führt schon auf eine religiöse Zugehörigkeit zurück und nicht eine ethnische Herkunft?!

Abends aßen wir alle zusammen zu Abend und ein schöner langer Tag ging zu Ende…

Montag

Am Montag machten sich die langen Stunden des durchgefrorenen Herumlaufen doch bemerkbar. Das volle Programm: Husten und Schnupfen. Nach Sprachkurs und Mittagessen mit meinen Sprachgrupplern im goldenen Esel wollte ich nur noch ins Bett.

Dienstag

Mein Theaterplakat Mein Theaterplakat

Dienstag schleppte ich mich zur Schule und machte einen Marathonlauf durch sämtliche Schulklassen, um schnell ein wenig Werbung für meinen Theaterworkshop zu machen und selbstgestaltete Plakate aufzuhängen. Nächste Woche werde ich sehen, wie viel Interesse besteht.

Mittwoch

Mittwochmorgen ging’s mir richtig schlecht, doch mit der Perspektive den ganzen Tag im Bett zu bleiben, quälte ich mich doch zum Sprachkurs. Es war anstrengend, aber fühlte mich im Laufe des Tages besser, sodass wir den Nachmittag geschützt vor der Kälte, zusammen beim Mittagessen und philosophieren verbrachten und danach wurde spontan eine sündhaftere, aber wasserdichte und warme Thermojacke gekauft.

Leider zu spät, denn dann schlug das Fieber zu und ich lag zwei Tage richtig flach. Im Ausland alleine krank zu sein ist echt kein Zuckerschlecken. Ich muss sagen, da fehlt doch die liebevolle Pflege der Familie ganz schön. Während ich schnaufend und fiebernd das Bett hütete, schneite es immer weiter wie verrückt. Ivonna besuchte mich und versorgte mich mit Tabletten, Kuchen, Schokolade und gutem Wein. So ging es schnell wieder bergauf.

Hui es wird kalt... Hui es wird kalt...

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