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Tagebücher

Horrornacht - The three real heads - Jako tako

25. September 2007

Dienstag, 25-09-07

Mein Energielevel erreichte heut den Nullpunkt, da ich seit zwei Nächten kaum geschlafen habe. Die Geräusche in meiner Umgebung und besonders in meiner Wohnung lassen mich einfach nicht zur Ruhe kommen. Andauernd rauscht ein Zug vorbei, ertönt ein Hupen, die Wasserleitungen plätschern oder mein Kühlschrank fängt an zu brummen, Besonders schön ist die Kombination. Dann um halb sieben aufzustehen, um 20 Minuten zum Bus zu laufen und dann in eine Stadt zu fahren, in der man sich nicht auskennt, hebt die Laune wie ihr euch vorstellen könnt ungemein. Witzig war jedoch, dass Ania eine Freundin von sich, Olga, angeheuert hatte, mich zur Uni zu bringen. Wir sollten uns im Bus treffen: Erkennungsmerkmal waren ihre rote Haare. An einer Haltestelle stiegen dann auf einmal drei Mädels mit knallroten Haaren ein, ich war etwas konfus, doch zum Glück stellte sich eine dann als Olga raus. Ich und die „red heads“ gingen dann frühstücken bevor ich fünf Stunden Polnischanfängerkurs über mich ergehen ließ. Es war interessant aber vor allem anstrengend. Nach dem Mittagessen in einem vegetarischen Restaurant, ging es mit Sprachspielchen weiter. Ich meine Stadt-Land-Fluss ich ja so schon so was von der Renner, nun stellt euch das ganze mal nach einem Tag Polnischkurs in Polnisch vor. Es war „poorfect“.

Danach dann noch eine Sightseeingtour zu Fuß quer durch Kattowice bevor ich zum Bus hetzte, um vor Einbruch der Dunkelheit Zuhause zu sein. Der Rest der Woche wird so weitergehen, am Wochenende dann nach Krakau und am Montag fahre ich für drei Tage nach Zagopane in die Berge. Außerdem muss ich mich entscheiden, ob ich Mitte Oktober an einem Austausch in die Ukraine teilnehmen möchte. Im Moment habe ich irgendwie das Gefühl gar nicht richtig ankommen zu können, weil andauernd wieder etwas Neues ansteht, sodass kein Funken Routine aufkommt. Das ist zwar sehr spannend, doch so langsam merke ich wie mein Energiehaushalt schrumpft und mich nach ein wenig Alltag sehne. Vor allem, um endlich mal ein Konzept entwerfen zu können, wie ich meine Arbeit an der Schule strukturieren werde. Obwohl die Tage hier wirklich lang und ermüdend sind, habe ich sehr viel Spaß und es warten immer wieder kleine Überraschungen. So rief mich mitten im Polnischkurs meine liebe Nina aus Kapstadt an, um nach ewig langer Zeit mit mir zu quatschen.

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