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Tagebücher

Good luck Jannika and good trip sister of Jannika

31. Oktober 2007

Am Samstagmorgen, bemerkten wir, dass mein charmanter Mitbewohner sich klammheimlich ohne ein Wort mitten in der Nacht aus dem Staub gemacht hat und seinen Abwasch, sowie Müll von zwei Wochen mir als Andenken hinterließ. Auf dem Küchentisch lag ein ausgewickeltes Schokoladenpapier, wo drauf stand: “Good Luck Jannika, and Good Trip Sister of Jannika.”

Sklep Claudia, so heißt der Laden ganz in der Nähe meiner Bushaltestelle. Jeden morgen schicke ich einen Gedanken zu meiner Mama Claudia, wenn ich den Shop sehe. Sklep Claudia, so heißt der Laden ganz in der Nähe meiner Bushaltestelle. Jeden morgen schicke ich einen Gedanken zu meiner Mama Claudia, wenn ich den Shop sehe. Den Rest des Vormittages räumten wir auf und verstauten schon mal den Großteil meiner Sachen in Kisten und Koffern, wobei ich feststellte, dass ich die Hamstereigenschaft meiner lieben Mama, wohl doch geerbt habe. Wenn ihr wüsstest was ich für einen Schnickschnack schon wieder angesammelt habe. Unglaublich, doch ich glaube Ivonna ahnt schon so etwas, denn sie schrieb mir: Am Mittwoch kommen vier Lehrer und sechs Jungs, um dir beim Umzug zu helfen. Also echt ,so schlimm bin ich nu wirklich nicht. ;) Samstagnachmittag verbrachten wir in Costas Coffee in Kattowice und trafen uns am Abend mit Eni, um zu einem Filmfestival der Human Rights zu gehen. Dort trafen wir auch zufälligerweise Mr. Charming. Der Weg nach Hause brauchten wir mal wieder Stunden, da die Busverbindungen zu mir so wahnsinnig gut sind. So warteten wir zum dritten Mal in Folge vor dem kleinen Geschäft, mitten in der Nacht und vertrieben uns die Zeit, wie früher auf langen Autoreisen mit Ratespielen. Auf dem Weg von der Bushaltestelle zur Wohnung begegneten wir noch unangenehmer weise, betrunkenen Jugendlichen, sodass Paula noch einen Einblick in das nächtliche treiben meines Bezirks bekam und ich drei weitere Kreuze machte, dass ich nächsten Mittwoch hier wegziehe.

Wir essen Pierogi Wir essen Pierogi

Sonntag verbrachten wir hauptsächlich mit Kaffeetrinken, denn wir bekamen einen kleinen Schock, als wir bemerkten, dass ja die Zeit umgestellt wurde und es nun eine Stunde früher als geplant war. Am Abend aßen wir mit ein paar von den Erasmusstudenten zu Abend im Goldenen Esel und dann musste ich meine Paula auch schon wieder verabschieden um meinen Bus zu bekommen. Das fiel schon ein bisschen schwer und komisch war es auf einmal wieder alleine in meinem Bett zu schlafen, ohne das Jemand mir die Wärmflasche klaut.

Montag stand wieder Sprachkurs an, wobei ich mittlerweile verstehen kann, warum man sagt, Polnisch ist schwerer zu lernen als Chinesisch. Es wird echt alles andauert verändert. Wenn man zum Beispiel sagen will, wie alt jemand ist, muss man die Endung unterscheiden, je nachdem Alter. Total beknackt echt, aber auch exotisch. Doch noch geb ich nicht auf, denn Hilfe naht. Am Nachmittag schaute ich zusammen mit den Erasmusstudenten und polnischen Studentin polnische Animationsfilme und danach gingen wir zusammen was trinken. Dabei fand ich gleich zwei Tandempartnerinnen, die ihr Erasmusjahr in Deutschland verbracht haben. Eine von ihnen, Monika, studiert auch Theaterwissenschaften und wir treffen uns gleich diesen Freitag das erste Mal.

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