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Tagebücher

Endlich Alltag

16. September 2010

Was gibt es zu berichten...nun, mein Projekt steht, so gut wie, es fehlen nur noch die Teilnehmer, alles andere ist geritzt, Lehrer, Ort, Aufführungsort, Kameramann, Sponsoren...
Privat, wohnungsmäßig ist auch noch alles ok, mittlerweile sind wir ein paar mehr. Agatha und Alicja, die beiden anderen Mädels sind fest hier, Bartek auch, fünf von acht, das kann noch spaßig werden, aber wir haben jetzt einen großen Kühlschrank, alles kein Problem. Schön ist zu bemerkenn , dass wenn mich jetzt jemand fragt wann ich Zeit hab für irgendwas, kochen oder Kaffee trinken oder sonstige Spaßaktivitäten muss ich doch tatsächlich überlegen, der Terminkalender füllt sich, bisweilen sogar mit regelmäßig wiederkehrenden Anlässen, super gegen einschlägige Langeweile und, ja liebe Mama, recht gehabt, Getriebenheit. Aber mir bewusst zu machen wie viel passiert und mich nie berührt fühlt sich an wie ein Elefantenfuß auf der Brust, und dem elefanten macht es Spaß das Gewicht auf besagten Fuß zu verlagern.

Nun, diese Woche hab ich jedenfalls Balett und Capoeira ausprobiert, muss mich leider für eins entscheiden, ist leider zeitgleich. Yoga ist fester Programmpunkt und nächste Woche stehen noch zwei HipHop Trainings zur Debatte. Language Cafe organisiert bei der Mediathek, Tandem, Schach mit dem Inder und Fime gucken mit den anderen , language consultations in BAbie Lato, mit Kindern spielen im Hof und mit Marians Kids sind typische Nachmittagsbeschäftigungen.

Nun zum Wetter, es ist kalt, windig und regnet die meiste Zeit. Wenn dann aber mal die Sonne scheint ist es durchaus schön und angebracht jegliche durch Wände und ein Dach eingegrenzte Bereiche zu verlassen und sich vor der Schöpfung (von wem oder was auch immer ide vollzogen worden sein mag) zu verneigen, Sonne im Nacken ist ein tolles Gefühl. Es verleitet mich jedesmal zu Reflektionen über meine Haare, ob die nicht vielleicht doch ganz abgehören. Aber ich glaub sobald jemand mit dem Rasierding kommt trau ich mich eh nicht mehr, noch nicht.

Es wird Zeit zu schlafen Justyna, unsere noch Ko-bald Vollzeitkoordinatorin feiert morgen Einweihung, in Lokietka, fünf Minuten von hier. So ein Luxus nicht darüber nachdenken zu müssen wie man den Heimweg bewältigen soll oder ob eine Nutzung befreundeter Betten nicht doch günstiger wäre. Stadtleben ist schön, vor allem in dieser Stadt.

Kommentare

Fanny
07.10.10 16:30
wieso willst du dir die haare abrasieren und warum schreibst du nichts mehr ?

Dein Kommentar

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