Neu? Meld dich an!
Tagebücher

Eine Woche Budapest - aber bitte auf Deutsch

07. März 2008

Jdisches Denkmal in Budapest. Jdisches Denkmal in Budapest. Spontan entschloss ich mich am Freitag Abend mit Cindy und Laurie nach Budapest zu fahren, da die beiden mich eingeladen hatten. So starteten wir Samstag früh, in Kattowice und fuhren erst mal an die tschechische Grenze. Dort mussten wir Zwangspause von drei Stunden einlegen, da der Zug mal wieder Verspätung hatte. So entschlossen wir uns ein kleines Restaurant aufzusuchen um zu Mittag zu essen. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, da die kleine Grenzstadt wie ausgestorben war, aber schließlich wurden wir fündig. Da wir kein Wort Tschechisch beherrschen und gehört hatten, dass es dem Polnischen ähnlich ist, versuchten wir uns auf Polnisch durchzuschlagen, ohne Erfolg! In aller Not versuchten wir es auf Englisch und Französisch bis die Kellnerin uns erlöste und meinte: nur Deutsch, bitte! „!Nie ma Problemu“, doch wie soll man in so einem Kaff drauf kommen, es auf Deutsch zu probieren, wenn noch nicht mal Englisch verstanden wird.

Wir drei Reisende Wir drei Reisende Der weitere Tag war irgendwie verhext: die Fahrt zog sich ewig hin und der Plan in Tschechien einen Zwischenstopp zu machen um dann billiger das zweite Ticket nach Budapest zu lösen, ging voll daneben und wir blechten ordentlich. Um elf Uhr kamen wir in Budapest an und suchten unser Hostel, das wir nach halsbrecherischen Versuchen, die vierspurige Straße plus Baustelle zu überquere , fanden. Tolle Statuen, in der an jeder Ecke renovierten Stadt. Tolle Statuen, in der an jeder Ecke renovierten Stadt. Es sah aber gar nicht so aus, wie auf den hübschen Fotos im Internet, die eine nette bunte Bleibe im europäischem Charme versprach, für schlappe fünf Euro die Nacht. Hübsch empfangen wurden wir zwar von einem Zimmer, aber halb zugestellt mit leeren Wein- und Bierflaschen. Weiter ging’s zum dreckigen Zehn-Bett-Schlafraum, der mit 15 prall gefüllten schwarzen Müllsacken dekoriert war. Ach was, wer denkt denn da an Leichen. ;) Es roch auch sehr ansprechend nach... ähm Gräser und der einzige weitere Gast war ein alter Schwede, der seinem Geruch nach zu urteilen, einen Teil der leeren Falschendeko mit zu verantworten hatte.

Meine beiden Französinnen fanden es „incroyable, n'importe quoi“. Zu Deutsch: „unter aller Sau“, und ich handelte mir fast einen handfesten Streit ein, da ich das alles einfach zum Schreien fand und irgendwie traf das nicht so ihren Humor.

Am nächsten Morgen war alles vergessen, wir packten unsere Sachen zogen in ein anderes wunderschönes Hostel und liefen dann eine berühmte Straße (Name vergessen) über eine kleine Brücke auf ein bekanntes Gelände (Name entfallen). Dort gab es einen tollen Markt mit allem möglichen ungarischen Leckerein und Klinglebims, es roch klasse, das Wetter war super und wir probierten alles durch: von riesigen Brezeln mit Salzkruste bis zu türkischem Honig. Danach besichtigten wir die heißen Quellen und das dazugehörige Schwimmbad. Sogar ein pisswarmer (Pardon) See gab es, die Enten kriegen garantiert keine Blasenentzündung.

Weiter ging’s zur Margereten Insel, auf der Donau, wo uns viele schwitzende Freizeitsportler vorturnten und wir davon so müde wurden, dass wir schleunigst in unser Hostel zurückkehrten und erschöpft den Abend mit selbstgekochten Nudeln, Kakao und einem Filmabend mit einer Gruppe Amerikaner ausklingen. Ganz, ganz komisch war zuerst, dass alle Deutsch sprachen, also jedenfalls mehr als Englisch. An allen öffentlichen Verkaufsschaltern kam man mit Deutsch sehr weit. Da ich mich geschichtlich und geografisch eher nach dem Prinzip learning by traveling bilde, war ich darauf nicht vorbereitet und bin nun schlauer.

Eine riesen Marzipan-Torte im Marzipanmuseum. Eine riesen Marzipan-Torte im Marzipanmuseum. Montagmorgen fuhren wir unfreiwillig schwarz (wir fanden und fanden die Ticketautomaten nicht) quer durch Budapest, weil wir die Buspläne nicht kapierten und schließlich irgendwann von der Schaffnerin angesprochen wurden. Tickets please. Ich, die natürlich das Wort Tickets noch nie gehört hatte, stand natürlich voll auf der Leitung und schubste die anderen an der nächsten Haltestelle raus. :) Mein Herz... oje. Danach suchten wir eine halbe Stunde nach einer Ticketverkaufstelle und fanden dann schließlich einen Bus, der uns rauf auf so einen Berg zu der Freiheitsstatue beförderte. Es war herrliches Wetter und so wanderten wir die nächsten Sehenswürdigkeiten einfach den Berg runter ab. Im Fischer Palast gab es eine Marzipan Museum, indem es sämtliche Märchen-Szenen aus Marzipan nachgestellt gab. Abends nahmen wir dann den Nachtzug zurück und Montag früh fiel ich total kaputt um halb fünf ins Bett.

Weitersagen:

Diesen Beitrag twittern!

Kommentare

sabrina ­aus­deutschlan­d
05.01.09 16:48
in ungarn giebtes keine automate für farkarten .
die farkarten begomtman beim metro oder in denn gleinen zeitschrieft gescheft .

Dein Kommentar

Zum Schutz gegen Spam und Betrugsversuche setzen wir bei Gästen ein sogenanntes CAPTCHA ein. Gib also die beiden im Bild enthaltenen Worte oder die vorgelesenen Zahlen in das Eingabefeld ein, wenn du dich nicht registrieren oder einloggen möchtest.

Aufenthaltsort des Autors

48.177132862301086,16.36937141418457

Karte aller Benutzer anzeigen

Andere Beiträge des Autors

03.04.2008

Der letzte Monat

10.03.2008

Mid-Term-Meeting

30.01.2008

Ferien

16.01.2008

Kattowice

Beiträge im Bereich Tagebücher von Janaika jetzt als RSS-Feed abonnieren. Beiträge im Bereich Tagebücher von Janaika jetzt als RSS-Feed abonnieren.