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Tagebücher

Ein Abschied mit geballter männlicher Kraft - Der Wert einer heißen Dusche und ab ins Coco-Co to jest?

02. November 2007

Mittwoch: 31-10-07 Um zehn Uhr trudelte Ania bei mir ein und half mir den Saustall meines Ex-Mitbewohners aufzuräumen und den letzten Schnickschnack zu verstaun. Pünktlich um ein Uhr fuhren dann drei dicke Autos mit sechs Jungs in meine kleine schäbige Gasse vor und in Nullkomma nix wurde mein Hab und Gut aus dem vierten Stock von den sechsen rausgeschafft und eingepackt, während die Frauen unten ein bisschen schnackten. Ich wurde vehement davon abgehalten, mit anzupacken, etwas merkwürdig da das ja alles mein Zeug war, allerdings ordnete ich es ohne allzu großen Protest, angesichts des vierten Stockes, als Anpassung an andere kulturelle Sitten ein ;).

Kitchen, ein Kühlschrank ohne Eigenleben und eine heiße Herdplatte... was will man mehr... Kitchen, ein Kühlschrank ohne Eigenleben und eine heiße Herdplatte... was will man mehr... Dann ging’s ab nach Sosnowiec in mein neues Zuhause. Ich erfüllt mit freudiger Erwartung und wurde nicht enttäuscht. Zwar meint Jemand es viermal sehr gut mit meinen Waden, (meine Wohnung ist wieder im vierten Stock), jedoch ist sie sauber, modern und hell. Ich habe eine kleine Küche mit Kühlschrank, (der absolut stumm ist), ein kleines möbliertes Zimmer mit großen Fenstern (die man öffnen kann und nicht mit Zopfgummis vor dem Auseinanderfallen retten muss) und das Beste ist mein eigenes Badezimmer. Ihr glaubt gar nicht wie schön es ist, eine heiße Dusche mit anständigem Wasserstrahl zu nehmen und sich wieder auf eine Klobrille setzten zu können, ohne dass einem der Klodeckel auf’n Kopf fällt. Es war herrlich, ich machte mich sofort ans einrichten und ging dann einkaufen in den Supermarkt, direkt vor meiner Haustür, wo es nebenbei erwähnt tolle vegetarische Produkte gibt.

Die Umgebung macht auch einen ganz anderen Eindruck. Die Bushaltestelle ist keine 50 Meter Entfernt. Es gibt einen kleinen Club, eine Mensa, Friseur und kleine Kioske, außerdem ist die Innenstadt nicht weit. In meinem Haus wohnen hauptsächlich Philosophiestudenten, doch im Moment sind alle ausgeflogen, da ja Allerheiligen ist und alle kleine Ferien haben.

Abends ging ich dann mal aufs Geratewohl raus um die Gegend zu erkunden. Der Zufall meinte es gut mit mir und so traf ich Aldric (einen Pariser Erasmus Studenten) an der Bushaltestelle und wir beschlossen ein bisschen das Nachtleben von Sosnowiec zu erkunden und wurden nach einer kleinen Suchaktion fündig. Im Coco (wir waren nicht sicher, ob Coco wie Coconut, oder Coco bedeutend “Was, was” auf Polnisch) war die Musik zwar irgendwie alt und etwas nostalgisch (irgendwie sind hier die Hits von 2001/2 total angesagt) aber das polnische Bier habe ich langsam echt gern und ich meisterte so sogar drei Stunden Konversation auf Französisch.

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