Don't judge a book by its cover
Sonntag 07.10.07
Ich versuchte heute, Mr. J. eine Chance zu geben, denn schließlich müssen wir irgendwie miteinander auskommen. Seine Dusche fünf Minuten bevor wir zum Bus mussten und die Suche nach einem Internetcafé am Sonntag, da er noch einen Artikel abschicken musste, den er aber erstmal noch schreiben musste, nahm ich mit Humor.
So richtig witzig wurde es aber, als er anfing, im Bus und im Laden, egal wo wir stoppten, weiter zu schreiben. (siehe Foto)
Monsieur J. Ein Journalist bei der Arbeit
Wir schauten bei Ania rein, wo er seinen Artikel beendete und wir drei Stunden lang nen riesigen Spaß hatten, uns polnische und deutsche Wörter beizubringen. Ich lernte ne ganz Menge neuer Ausdrücke und ich merkte, wie mir die Aussprache immer leichter fällt.
Am Nachmittag versuchte ich dann, mit M. J. Französisch zu sprechen, was nicht ganz problemlos verlief, da Konversation glaub ich generell nicht so ganz seine Leidenschaft ist.
Etwas niedergeschlagen zog ich mich in mein Zimmer zurück. Ich bin etwas enttäuscht, dass wir einfach total verschiedene Charaktere sind. ICH bin jetzt ganz froh, dass ich in den ersten drei Wochen alleine hier schon so viele tolle Kontakte geknüpft habe, sodass ich mich unabhängig fühle. Außerdem versuch ich, ihn auch nicht von vorne rein in eine Schublade zu stecken, doch ich muss zugeben, dass es mir nicht leicht fällt.
Meine Laune stieg allerdings gewaltig, als Mr. Charming mir mitteilte, dass er grade seinen Führerschein beim dritten Mal geschafft hat und mich auf eine Spritztour einlädt. Danach verlief das gemeinsame Abendessen mit M.J. sogar fast angenehm und ich bestell mir jetzt einfach eine Prise Toleranz und Energie.








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