Der letzte Monat
Viel ist passiert, seitdem ich das letzte Mal hier etwas zu "Papier" gebracht habe. Dafür gibt es einen ganz einfachen ganz einfachen Grund: Faulheit! Dennoch muss ich sagen, gibt es im Vergleich zur aufregenden Anfangszeit nicht mehr allzu viel Neues zu berichten. Die zweite Hälfte meines Auslandsaufenthaltes war irgendwie verhunzt. Erst mal durch die vielen Zwangsunterbrechungen und Ferien.
Nach dem Mid-Term-Meeting hatte ich nämlich grade mal eine Woche "normalen Alltag" bis meine Familie sich für eine Woche hier einquartierte, was sehr schön war. Wir besuchten Krakau und meine Lieblingsplätze und gammelten auch viel zusammen bei Tee und Keksen rum und genossen es zusammen zu sein. Nach einer Woche gewöhnt man sich doch schnell wieder ins Familienleben ein und komischerweise fiel mir dieser Abschied am Schwersten. Vielleicht auch, weil diesmal nicht ich wegfuhr, sondern zurückblieb. Schön ist es auch nicht sich innerhalb von zwei Monaten drei Mal zu verabschieden.
Eine Woche später, fingen dann schon wieder die Osterferien an. Ganz traditionell deutsch, verbrachte ich den Sonntagmorgen mit Chris (einer deutschen Freundin hier) mit Eierbemalen und Frühstück, was wir beide sehr genossen. Gelegenheit hatte ich auch bei Aleks der typisch polnischen Ostertradition nachzuspüren, die sich aber nicht sonderlich von der deutschen unterscheidet. Doch eine witzige Sache gibt es hier am Ostermontag soll man angeblich aufpassen, da es Tradition ist, sich gegenseitig nasszuspritzten. Das soll Glück bringen. Auf der Suche nach dem Glück, machte ich mich also am Montagvormittag auf den Weg zu Fuß durch Sosnowiec. Ich wurde nass, aber nur auf ganz natürliche Weise, denn nach einer Stunden fing es an zu schütten. Ob das Glück bringt? Na pewno nie wiem.
Aber zwei Tage später kam es zum ersten Mal die Sonne zum Vorschein und man konnte das erste Mal ein wenig schwitzten. Leider hat sich diese nun aber auch wieder verabschiedet.
Ansonsten neigt sich hier alles irgendwie schon dem Ende entgegen. Ich muss lauter Berichte schreiben und mich um dies uns jene kümmern und plane die kommenden Wochenenden schon sehr genau. Mein Sprachkurs hat sich auch ziemlich verändert. Die ursprüngliche Gruppe hat sich total zerstreut und nur Elspeth und ich sind als harter Kern übrig geblieben.
Mental nerven mich im Moment alle mit Fragen nach dem Danach. An das ich am liebsten DANACH nachdenken würde, was sich aber irgendwie schwierig gestaltet, da alle meinen, man müsste vorausplanen. Seh ich ja auch irgendwie ein und so pickt mein Gewissen seit einigen Wochen auf mich ein und das kleine Teufelchen hinter meinem Ohr sagt immer öfter nur noch zwei Monate und dann, was willst du denn nun werden?
Gute Frage, beziehungsweise Fragen. Was will ich? Wo will ich das? Und kann ich das auch? Dieses Chaos herrscht zur Zeit in meinem Kopf und ich hab einfach mal das Vertrauen, dass sich das bald ordnen und einen Roten Faden binden wird. Im Moment plane ich erst mal meinen siebenwöchigen Aufenthalt in Mexiko mit meiner Hanna. Entscheidungsflucht ? Ach wo ich doch nicht. ;)
Neuigkeiten aus dem Chaoskopf werden ganz bald kommen. Versprochen xxx
P.S. : Ach ja, erwähnenswert, ich koche nun sogar richtig, seht selbst. :)
Was man allles so mit zwei großen Löffeln und einem Kopf zaubern kann. :)
Besuch von den Eltern. Viel Zeit ging gemütlich rum.








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