Abschiede gehören zum EVS-Leben dazu...
Mid-Term-Training in TorunEs ist gerade mal März, aber schon hat uns einer unserer guten Freunde verlassen. Giorgus, ein griechischer Freiwilliger hatte nur einen kurzen EVS und musste bereits am 28. Februar wieder nach Athen zurück. Zusammen organisierten wir ihm eine Überraschungsfeier, die auch voll ins Schwarze getroffen hat. Wir haben ihm ein Buch geschenkt, in das Fotos, wertvolle Erinnerungen, eingeklebt wurden und jeder der Gäste einen Spruch hinterlassen hat. Um ihn auf seine neue alte Heimat "vorzubereiten" hat er eine Tunika von uns bekommen, die er sich sofort umgelegt hat. Nicht vergessen werde ich auch wie er typisch griechisch getanzt hat. Es war wirklich eine der besten Feiern, die wir bisher hatten. Schade nur, dass der Anlass nicht der fröhlichste war...
Während und nach dieser Party ist es mir in den Kopf gekommen, dass das Leben doch wirklich nur aus einem Kommen und Gehen besteht. Und ich glaube ganz besonders auffällig ist das bei einem Auslandsjahr. Ständig lerne ich neue Menschen kennen und ziemlich oft sind sie nach kurzer Zeit schon wieder verschwunden. Meine Hoffnung bleibt aber in diesem Satz verankert: "Man sieht sich immer zweimal im Leben!" Und so wünsche ich es mir, dass ich nicht nur Giorgus wieder sehe (vielleicht wenn ich mal einen Ausflug nach Athen mache?), sondern auch Joaquin, Maria, Mona, Rosa, Eva und Johannes. Ich verbringe mit diesen Menschen hier jeden Tag, wir unternehmen viel zusammen, planen Events und reisen durch Polen. Es ist ein guter Rückhalt zu wissen, dass man hier weit weg von zu Hause nicht allein ist und sich nicht langweilen muss. Natürlich hat man mit dem einen eine stärkere Verbindung, mit dem anderen weniger. Aber im Großen und Ganzen sind wir doch eine Gruppe, die einen wertvollen Abschnitt ihres Lebens zusammen verbringt.
MariaBevor ich jetzt aber zu sentimental werde, bleibe ich mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt: Diese Woche haben Rosa und ich den Auftrag, im Kindergarten eine Wand mit dem Thema "Europäische Union" zu bemalen. Das macht mir sehr viel Spaß, vielleicht sogar mehr als bei den Kindern herumzusitzen, immerhin passiert da jeden Tag dasselbe und die Zeit will gar nicht vergehen. Während ich so verschiedene Symbole der EU-Länder an die Wand bringe, fühle ich mich mal etwas nützlicher. ;)
Französischer Tag im Kindergarten













Kommentare
Der Artikel gefällt mir :-) Wo ist denn das Foto mit dem Frosch entstanden? Sieht irgendwie lustig aus.
Ciao
Mir geht es seit 12 Jahren so mit meinen Freiwilligen.
jeder Abschied heißt aber auch, da gibt es einen Menschen in einem anderen Land, den Du kennst. Und eine Adresse dazu und dieser Mensch hat auch wieder gute Freunde...
Das ist doch wunderbar ! So bist du dann ein bischen in der ganzen Welt zuhause ;-) Zu wissen, in Griechenland da gibt es jemanden, den ich kenne und in Italien und in Spanien und in ....
Ich freue mich für Dich.
dein Onkel Tobias
Kann mich Papas Kommentar nur anschließen ;-)
Liebe Grüße!
wie ich dich kenne wirst du jeden einzelnen nochmal wiedersehen. Du hast so viele Menschen kennengelernt und willst bestimmt auch deren Heimat kennenlernen. Du wirst also noch viel verreisen :-)
LG aus der Heimat