A na hure
Kleine Slowakisch-Lektion: „A na hure“ klingt zwar verlockend nach Anna Hure, heißt aber langweiligerweise „auf dem Berg“. Für Deutsche lustig, wenn Slowaken das die ganze Zeit singen und auch noch dazu tanzen. Mit uns natürlich. In bunten Röckchen. Aber erst mal von vorn.
Krakau
In Krakau: Icke, Andrea, Marta und Nico Letztes Wochenende ging es für mich und Sandra zum ersten Mal nach Polen und zwar ins wunderschöne Kraków. Da wäre ich ja am liebsten gleich geblieben, es tat so gut, mal wieder in einer Stadt zu sein. Mit dem Wetter hatten wir ebenfalls Glück, jeden Morgen gab es ein kleines Frühstück an der Weichsel, danach entspannte Spaziergänge, Stadtbesichtigungen, ein Salzminenbesuch (wat ’n riesen unterirdisches Ding mit Kapellen, Therme und Restaurant) und Treffen mit anderen EVS-lern, zum einen mit Andrea und Marta, die in Humenné (Slowakei, nicht weit weg von uns) arbeiten und mit Nico, der seinen EVS in Krakau macht (kenn ich noch vom Seminar in Deutschland). Alles in allem ein super entspanntes Wochenende inklusive vielen Cocktails und Eisbechern, einer Fahrt auf dem Riesenrad und einem Bowlingabend im Shoppingcenter. :)
Wieder zurück in Bezovce mussten wir erst mal erfahren, dass eine Aktion von uns (Basteln eines Geschenks zum Muttertag mit den Kindern) verschoben werden muss, da es an besagtem Tag (4. Mai) wohl nicht geht. Also machen wir das jetzt am 8. Mai und zwar gleichzeitig mit der Schnitzeljagd, das wird dann also unsere erste Aktivität sein. Bin ja echt gespannt, wie viele Kinder kommen werden.
Im Eiscafe (in dem ich übrigens eingeschlafen bin....nur ganz kurz) Durften außerdem erfahren, dass wir nach Portugal fliegen! Für eine Woche, Ende Juli geht’s los! Was dort gemacht wird, wusste keiner so genau, denn wenn es heißt, dass es nach Portugal geht, interessiert es kaum jemanden weshalb. Aber es wird ein YouthExchange oder Seminar mit dem Thema Natur und Umwelt in der Vergangenheit und Zukunft sein. Und es ist in Portugal! Sandra und ich sind in die Luft gesprungen, eigentlich wussten wir schon etwas länger davon, aber jetzt steht es endgültig fest und das ist geil.
Um auf meine Überschrift zurückzukommen:
Am 30. April fand hier im Dorf ein kleines Maifest statt, organisiert von OPTPM und dem Dorf Bezovce. Haben ungefähr zwei Tanzstunden gehabt, die ziemlich verplant abliefen und bis kurz vor Ende war noch nicht mal die Choreografie fertig. So sind se, die Slowaken: „Kommste heut nich, kommste morgen, kommste vielleicht übermorgen. „
Beim "Schmücken" von Maibäumen, sehr spannende Angelegenheit. Egal, Fest war ganz nett, um sechs Uhr gab es ein kleines Programm vor dem Kulturhaus, bei welchem die Kinder ausm Kindergarten ein paar Lieder gesungen haben, etwas ältere Kinder Gedichte vorgetragen haben und schließlich unser Tanz stattfand. Mussten die ganze Zeit vorher in unserem Röckchen draußen stehen und frieren, und Sandra und ich wussten nicht, dass wir als Tanzgruppe noch zwei Lieder singen werden, die wir natürlich weder verstanden haben noch mitsingen konnten. Standen also lächelnd und mit dem Po wackelnd da. War geil.
Nach diesen zwei Liedern gingen wir dann zu dem Maibaum, um an diesen viele viele, viele und noch mehr bunte Kreppbänder zu befestigen und danach unseren kleinen Tanz aufzuführen. Danach wurde der Maibaum dann aufgestellt und der Bürgermeister verteilte Wein. Sandra und ich waren also schon um sieben Uhr sehr angeheitert. Danach ging es erst mal nach Hause, dort tranken wir unser drittes Glas Wein, die Zeit verging auf einmal so schnell, denn schon ging es weiter zur Gulaschparty, für die auch wir ein paar Kartoffeln geschält haben. Es gab noch mehr Wein. Und Gypsimusik am Lagerfeuer. Alles in allem eine ganz nette Party, leider nur ohne besondere Vorkommnisse und demzufolge früh zu Ende.
Aber hey, ich habe wieder mal eine neue Tradition kennen gelernt, und zwar eine ganz andere als Steine werfen und Polizisten hauen. Wobei ich dabei ja nie involviert war, versteht sich.
Bunte Truppe mit dem Roman (sänger) in der Mitte Da die Slowaken gerne viel Freizeit haben, darf jede Schule selbst beschließen, ob sie an dem Tag zwischen Feiertag (1. Mai, Donnerstag) und Wochenende geschlossen ist. In Bezovce ist das natürlich der Fall, zum leichten Bedauern von Sandra und mir, denn das hieß: Was tun? Zu viel freie Tage, zu viel Langeweile. Das ist schlecht. Können ja auch nicht jedes Wochenende verreisen. Waren deshalb gestern nur mal für einen Tag in Humenné (ein paar Stunden reichen da auch), haben mal wieder Marta und Andrea getroffen und uns ein Freilichtmuseum (Skansen) angeschaut. Klein, aber fein. Und ein netter Tagesausflug.

Heute ist Samstag und leider gibt es heute keinen Ausflug. Wollen heute ins Kino gehen, nur fahren die Busse so ungünstig und nun warten wir auf ne Antwort von Peter, ob er uns vielleicht fährt. Ansonsten können wir auch das knicken. Und dann hocken wir weiter rum, so wie vorhin, jetzt und wahrscheinlich auch morgen...









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