08-10-07
Heute fing mein richtiger Sprachkurs an. Es war toll. Meine Gruppe besteht aus zum Teil den Leuten, die ich schon aus der Erasmuswoche kenne und ganz verschiedenen Leuten, eine Altersspanne von 19 bis 55 umfassend, aus Ägypten, Finnland, Australien und so weiter. Die polnische Aussprache fällt mir immer leichter und ich lerne mit viel Spaß und kleinen Fortschritten. Die Lehrerin bot mir nach der Stunde an, in die nächste Stunde zu wechseln, da war ich klein bisschen stolz. Es war toll alle wieder zu sehen und wir schnackten wie alte Schulkollegen.
Meine Vermieterin erklärt mir mit Polnisch-Deutsch Wörterbuch meine uralte Waschmaschine.
Nachmittags hatten wir ein Treffen mit Ivonna um unsere Arbeit zu koordinieren. Monsieur J. war enttäuscht, da er die Lehrer so gerne kennenlernen wollte, aber die meisten schon frei hatten. Naja, ansonsten war ich im Zwiespalt zwischen meinem Verantwortungsbewusstsein ihn als Neuankömmling unter meine Fittiche nehmen zu müssen und meiner wachsenden Abneigung gegen ihn. Doch am Abend überwand ich mich und versuchte ganz offensiv ein Gespräch in Gang zu bringen. Das heißt ich fragte ganz direkt nach der Erlaubnis ihn mit Fragen bombardieren zu dürfen. Da er grundsätzlich zu fast allem “Ja” sagt, tat er es auch diesmal und so legte ich los ;). Wir unterhielten uns auf Englisch, am Anfang schleppend und pausenintensiv, dann fing er an, alles immer mit merkwürdigen Zeichnungen zu erklären, irgendwann wechselten wir dann zu Französisch und merkwürdiger Weise finde ich ihn um einiges sympathischer wenn er Französisch redet. Etwas merkwürdig war, dass er mehrmals erwähnte, dass er sich bei Anschaffungen wie Internet und so nicht festlegen will, da er ja noch nicht weiß, ob er bleiben wird. Es kann also sein, dass er in zwei Wochen „au revoir“ sagt. Da erinnere ich mich nur noch mal an den Spruch auf meinem Yogi-Schoko Tee am Anfang: “„Glück dem, der die Dinge so annimmt wie sie kommen.“








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